Die Stiftung verleiht den „Sozialen Menschenrechtspreis 2016“ an mob e.V. und einen Sonderpreis an FIAN Deutschland e.V.

Sozialer Menschenrechtspreis 2016

Mit der Verleihung von zwei Preisen und aktuellen Redebeiträgen engagierter Experten zu den Themen wachsende Armut in Deutschland, „Flüchtlingskatastrophe“ und soziale Menschenrechte für Alle würdigt unsere Stiftung auch in diesem Jahr im Festsaal des Rathauses unter der Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann den Einsatz für soziale Menschenrechte.

Nach dem musikalischen Auftakt gefolgt von der Begrüßung der zahlreich angemeldeten Gäste, unter denen sich auch Vertreter*innen von Staaten befinden, die – im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland – das Zusatzprotokoll zum UN-Sozialpakt von 1966 bereits ratifiziert haben, beginnt das Programm mit einer Grußbotschaft der Kuratoriumsvorsitzenden, Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth. Sie betont die Bedeutung der sozialen Menschenrechte gerade auch angesichts der Folgen von weltweiten Krisen und Kriegen für unsere reichen westlichen Gesellschaften. Im anschließenden Gespräch, moderiert von der Journalistin Gün Tank, ziehen Eberhard Schultz (Vorsitzender der Stiftung) und Prof. Dr. Aysel Yollu-Tok (stellvertretende Vorsitzende) ein Resümee und stellen die gegenwärtige und zukünftige Arbeit der Stiftung vor.

In seinem Gastbeitrag geht Dr. Ulrich Schneider (Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands) auf die dramatischen Konsequenzen der zunehmenden sozialen Spaltung bei uns und die Aufgaben ein, vor denen wir stehen, um eine sozial gerechte Gesellschaft zu schaffen.

Es folgte die Verleihung des „Sozialen Menschenrechtspreises 2016“, dotiert mit 5000 €, der dieses Jahr an mob e.V. geht. Die Laudatio von Reinhard Laska (Redakteur „frontal 21“) betont insbesondere den unermüdlichen Einsatz für das soziale Menschenrecht auf Wohnen und angemessenen Lebensstandard für Alle. Konkret vermitteln die Aktivist*innen von mob e.V. Obdachlosen, wohnungslosen und armen Menschen Notunterkünfte, Essen und Erwerbsmöglichkeit durch den Verkauf der Obdachlosenzeitung  Strassenfeger. Die Begründung der Jury lesen Sie hier.

Anschließend berichtete Kapitän Dr. Klaus Vogel von SOS MEDITERRANEE - eine der Preisträgerinnen des Jahres 2015 - , vor welchen immensen Herausforderungen die zivile Seenot-Rettung im Mittelmeer nach wie vor steht, auch wenn die Tausende von Toten immer mehr aus den Schlagzeilen verschwinden.

Zweiter Höhepunkt war die Verleihung des ebenfalls mit 5000 € dotierten Sonderpreises (Laudator Nihat Sorgeç, Kuratoriumsmitglied)an FIAN Deutschland e.V., der sich seit Jahrzehnten unermüdlich für die Durchsetzung des grundlegendsten aller Rechte, das Recht auf Nahrung, einsetzt und auf strukturelle Defizite im nationalen, und internationalen Diskurs hinweist. Jurymitglied Dr. Claudia Mahler (DIMR) betont: „Sie sind echte Vorreiter und seit Jahren mit wenig Ressourcen aktiv auch bei der Möglichkeit, Alternativberichte zum Staatenbericht zu verfassen“. Die Begründung der Jury lesen Sie hier.

Beim anschließenden Empfang hatten wir Gelegenheit, nicht nur mit den Preisträger*innen und allen aktiv Beteiligten der Jahresveranstaltung zu sprechen, sondern auch Ideen über zukünftige gemeinsame Vorhaben auszutauschen.

Den Bericht der Veranstaltung mit Fotos finden sie hier.