Vesper – Menschenrechte aktuell

Mitveranstaltet von uns am Donnerstag, 29.11.2018 um 19:00 Uhr, Robert-Havemann-Saal

Das Interesse an der Familiengeschichte vor und nach 1945 wächst. Neben Fragen nach Schuld und Verantwortung während der Nazizeit mehren sich auch die nach den familiären Erfahrungen der Flucht und des Ankommens.

Eine ost- oder westdeutsche Herkunft scheint in diesem Fall keine große Rolle zu spielen. Doch die verschiedenen Erfahrungen wirken nach – auch über mehrere Generationen. Denn: Wer nie wirklich angekommen ist, kann andere nicht willkommen heißen. Das gilt für viele Geflohene und Vertriebene nach 1945 ebenso wie für viele Ostdeutsche, die nach 1989 einen (erneuten) Systemumbruch zu bewältigen hatten. Aber es gilt auch für jene, die sich durch Globalisierung und wachsende Heterogenität bedroht fühlen, um ihr Beheimatetsein fürchten. Buchtitel Verschwiegene Erbschaften

Buchvorstellung und Diskussion im Rahmen der Vesper – Menschenrechte aktuell mit der Soziologin & Filmemacherin Uta Rüchel.

Veranstalter: Internationale Liga für Menschenrechte, Humanistische Union e.V. Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte und wir

Die Stiftung lädt Interessierte und Expertinnen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft herzlich ein:
Was? „Verwirklichung der sozialen Menschenrechte in Zeiten sozialer Spaltung. Von der sozialen Gerechtigkeit zum Recht auf Wohnen.“
Wann? Am Freitag, den 21.04.17, von 10:30 bis 16:00 Uhr, mit anschließendem Austausch
Wo? ver.di Bildungs- und Begegnungszentrum Clara Sahlberg,
Koblanckstraße 10, 14109 Berlin

Anmeldung erbeten bis zum 14.4.2017 per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

3. März 2016, 14:00 - 17:00 Uhr, Paul-Löbe-Haus

Öffentliches Fachgespräch der Bundestagsfraktion DIE LINKE

Sozialen Menschenrechten, die im UN-Sozialpakt und der Europäischen Sozialcharta verbrieft wurden, kommt eine immer größere gesellschaftliche Bedeutung zu. Beide Abkommen sind nach ihrer Ratifizierung ein verbindlicher Bestandteil der deutschen Rechtsordnung und können vor deutschen Gerichten geltend gemacht werden. Sowohl der UN-Sozialpakt als auch die Europäische Sozialcharta sind jedoch nicht über eine Verfassungsbeschwerde einklagbar, da ihnen kein Verfassungsrang, sondern nur der Rang einfachen Bundesrechtes eingeräumt wurde.

Das Grundgesetz vermeidet es bislang, soziale Grundrechte explizit zu nennen oder zu konkretisieren. Dennoch wurden durch Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes (u.a. »Hartz IV«-Entscheidung vom 9.2.2010 sowie die Entscheidung zum Asylbewerberleistungsgesetz vom 18.7.2012) und des Bundessozialgerichtes (zum Leistungsausschluss von Unionsbürgern im SGB II und SGB XII vom 3.12.2015) diese Menschenrechte fortentwickelt und dabei implizit auch Rechte aus bestehenden Menschenrechtsverträgen wie dem UN-Sozialpakt gestärkt.

Vor diesem Hintergrund wird bei diesem Fachgespräch mit Expertinnen und Experten über die Notwendigkeit und die Möglichkeit der Aufnahme sozialer Grundrechte in das Grundgesetz diskutiert.

Anmeldung und Flyer  zum Fachgespräch